Die ordentliche Mitgliederversammlung des FC Schalke 04 steht am 26. Juni an und wirft bereits jetzt ihre Schatten vorraus. Sicherlich liegt es besonders an den zwei Posten im Aufsichtsrat, welche in diesem Jahr zur Wahl stehen. Die Bewerbungsfrist für die Aufsichtsratskandidatur ist nun abgelaufen und es beginnt die Arbeit des Wahlausschusses, der aus den Bewerbern nun mindestens zwei und maximal vier – aus seiner Sicht geeignete – Kandidaten zur Wahl zulässt. Welche Kandidaten dies sind, wird bis spätestens Mitte Juni entschieden sein.

Wir – die drei Fan-Organisationen FC Schalke 04 Supporters Club, Ultras Gelsenkirchen und Schalker Fan-Initiative – möchten den Schalke-Mitgliedern die Gelegenheit geben, die vier dann zur Wahl zugelassenen Kandidaten in einer Vorstellungsrunde besser kennenzulernen. Das Forum soll dazu dienen, auch selbst Fragen an die Kandidaten richten zu können.

Die Vorstellungsrunde findet gut eine Woche vor der Mitgliederversammlung statt, am Samstag 18. Juni ab 15:04 Uhr in der Flora Gelsenkirchen (Florastr. 26, 45879 Gelsenkirchen), Einlass ab 14:30 Uhr.

Der Eintritt ist frei, allerdings bitten wir Euch aufgrund des begrenzten Platzes um eine persönliche Vorreservierung per Mail unter info@schalkermarkt.de.

Einlass nur mit bestätigter Reservierung.

Manche hatte ja spekuliert, die vorzeitige Bestellung Heidels sei die supertolle, affengeile Nachricht, die laut sozialer Netze beim letzten Heimspiel der Saison verkündet werden sollte. Es war dann aber doch nur die Verlängerung des Gazprom-Deals. Mit dem Unterton von Clemens Tönnies: „Ich habe Euch finanziell gerettet.“

Es ist von jeher seine Strategie, sich vor einer Wahl als unverzichtbar darzustellen. Dass dies nicht so ist, geht dabei gerne unter. Und der Gazprom-Deal musste es diesmal sein, weil zuvor der Aufsichtsrat verhindert hatte, dass der Verein von ihm finanziell abhängig wird. Aber ist der Gazprom-Deal wirklich so der Kracher? Immerhin haben sich direkt willfährige Schreiberlinge gefunden, die daraus genau das ableiten ableiten: Der Clemens sei für Schalke unverzichtbar.

Sehr gut – dann können wir wohl den Alexander Jobst feuern. Eigentlich ist so etwas nämlich die Aufgabe des Marketingchefs. Aber der wird ja nicht von der Mitgliederversammlung gewählt und hat darum keinen Anlass, so etwas zu verkünden. Was nämlich seine Aufgabe wäre und nicht die von dem Clemens. Stattdessen wurde er zu Lobeshymnen auf den Clemens verdonnert.

Schönes Wetter, kühles Bier und leckere Bratwurst hat viele Schalker an diesem Samstag zur GAK geführt. Aber das war nicht der einzige Grund, einige hundert Schalker hatten auch Interesse an der Infoveranstaltung über die abgelehnten Anträge zur Mitgliederversammlung in diesem Sommer. Bei dieser Veranstaltung hat jeder Antragssteller seine Möglichkeit genutzt und seinen Antrag präsentiert.

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Wichtig ist hierbei nochmal zu erwähnen, dass der Sinn der Veranstaltung nicht war um die inhaltliche Zustimmung dieser Anträge zu kämpfen. Es sollte einzig und allein darum gehen die Anträge vorzustellen und zu zeigen, dass keine formellen, satzungsseitigen oder rechtlichen Gründe gegen diese Anträge sprechen und deshalb die Mitgliederversammlung, als wir über die Anträge entscheiden sollen und nicht der Aufsichtsrat uns die Möglichkeit dazu schon vorher nimmt. Ein Verein kann nur leben, wenn man auch diskutiert!

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Hier findet ihr ein paar Bilder von unserem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen.

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Auf der Mitgliederversammlung am 26. Juni stehen neben den Wahlen zum Aufsichtsrat auch wieder wichtige Anträge zu Satzungsänderungen auf der Tagesordnung.

Sechs Anträge sind vom Aufsichtsrat mehrheitlich nicht zur Tagesordnung zugelassen worden, und das obwohl keine formellen, satzungsseitigen oder rechtlichen Gründe gegen sie sprechen. Wir halten dies für eine Bevormundung der Mitglieder durch den Aufsichtsrat!

Vor dem letzten Heimspiel am Samstag, 7. Mai, werden wir daher um 12 Uhr in der Glückauf-Kampfbahn noch einmal die Anträge kurz vorstellen. Die anwesenden Antragsteller stehen Euch für Fragen zur Verfügung.

Wir laden alle Schalker dazu ein, in die Glückauf-Kampfbahn zu kommen und sich zu informieren.

Glückauf!

Supportersclub Ultras Gelsenkirchen Schalker Fan-Initiative

Schon wieder hat der FC Schalke 04 e.V. ein Spiel in der zweiten Halbzeit verschenkt, das alle in der ersten schon sicher wähnten. Klarer Fall: Dahinter steckt „Strategie“.

Schließlich ist es ja nicht das erste Mal, dass das passiert. Muss ja so sein. Schließlich haben wir das Verfahren schon unter verschiedenen Trainern erprobt, und die können nicht alle den gleichen Fehler machen.

Aber es ist auch nicht das erste Mal, dass ein Trainer vor dem Spiel direkt demontiert wird. Trainer holen, am besten per Ablöse, dann demontieren – siehe oben -, Gehalt weiterbezahlen, aber nicht beschäftigen oder einfach mit Abfindung versorgen und beim nächsten das gleiche Spiel noch einmal. Wir haben’s ja. Nicht. Übrigens kann man sowas nicht nur ganz toll mit Trainern, sondern auch mit Sportmanagern machen.

Andere würden jetzt sagen, das wirke jetzt alles ein wenig konfus. „Nenenene“, sagt der Aufsichtsrat, „wir haben Strategie“. Andere haben Rücken, der Aufsichtsrat hat Strategie. Aber die unterliegt offensichtlich einer medizinischen Schweigepflicht, denn die verrät er keinem. Und damit das auch so bleibt, hat er den Antrag zur Jahreshauptversammlung abgelehnt, der ihn zu „Strategie“ verdammen will.

Im Wortlaut: „Im Übrigen legt der Aufsichtsrat Wert auf die Feststellung, dass sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat eine langfristige Strategie verfolgen, die zwischen den Gremien stets abgestimmt und weiterentwickelt wird. Als zwei wichtige Leitpunkte dieser langfristigen Strategie sollen hier insbesondere die finanzielle Konsolidierung und die Weiterentwicklung und Einbindung des eigenen Nachwuchses in die Profimannschaft genannt werden.“

Klappt ja bestens mit der Konsolidierung. An dieser Strategie wäre ich wirklich mal sehr interessiert. Eine Chance dazu bietet sich auf der Jahreshauptversammlung – auch wenn man den Aufsichtsrat mit Zweidrittelmehrheit wird zwingen müssen, diese tolle Strategie auch mal niederzuschreiben. Schaden würde es sicher nicht, nicht weiter „auf Sicht“ zu navigieren.