Lage und Klima:

Mönchengladbach, unser nächster Gegner in der Europa League, liegt westlich des Rheins, am äußeren Ende des Bundeslandes NRW. Die freie Kreisstadt ist die Heimat von momentan ca. 260.000 Einwohnern. Der Gladbach gab der Stadt ihren Namen. Schon früh siedelten in dem heutigen Gebiet menschliche Vorfahren. Spuren der Neandertaler reichen bis ca. 300.000 – 400.000 Jahre zurück.

Die Temperaturen liegen im März meist zwischen 2 und 10 Grad. Durch eine begünstigte Lage fällt in der Region nur wenig Schnee und der Frühling hält frühzeitig Einzug.

Anreise und Verkehr:

Mönchengladbach beheimatet zwar einen eigenen Flughafen, der jedoch nur für Charterflüge genutzt wird und für größere Passagierjets keine ausreichende Startbahn bietet. Bei internationalen Verbindungen sollte man dann auf den nicht weit entfernten internationalen Flughafen Düsseldorf zurückgreifen. Wer hier wenigstens etwas Internationalen Flair verspüren möchte, hat somit die Möglichkeit von Amsterdam aus mit dem Flieger anzureisen.

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Glückauf Schalker,

die meisten von euch werden die Stellungnahmen und Aufrufe der Verantwortlichen unseres FC Schalke 04 e.V. rund um das morgige Euroleague Spiel gegen Paok Saloniki verfolgt und zur Kenntnis genommen haben.

An dieser Stelle möchten wir nicht weiter auf die einzelnen Inhalte eingehen. Die Verantwortlichen unseres Vereins haben auch drei Jahre nach dem Polizeieinsatz in der Nordkurve anscheinend nichts dazu gelernt und ein weiteres Mal eine große Chance vertan, seinen Fans Rückgrat zu beweisen. Dieses öffentliche Verhalten ist für jeden verletzten und betroffenen Schalker der Ereignisse von 2013 ein Schlag ins Gesicht.

Aus Vereinskreisen wurde uns am heutigen Tage mitgeteilt, dass es am morgigen Spieltag vom Vereinsvorstand die Anweisung gibt, an den Eingängen explizit nach roten Sachen Ausschau zu halten und diese nicht ins Stadion zu lassen. Des Weiteren sollen mögliche Spruchbänder penibel auf entsprechende Inhalte kontrolliert und gegebenenfalls sanktioniert werden.

Als Krönung des Ganzen wird die Polizei voraussichtlich den Ordnungsdienst an den Eingängen unterstützen.

Sollten in der Nordkurve Materialien mit Bezug zu Mazedonien auftauchen, sind unsere Fanbeauftragten dazu angehalten, in die Kurve zu kommen, um die entsprechenden Personen auf dieses nicht geduldete Verhalten hinzuweisen. Weitere Schritte behalten sich der Verein und die Polizei vor.

Wir hoffen, dass sich trotz dieser unfassbaren Vorgehensweise kein Schalker am morgigen Tag in seiner Meinungsfreiheit einschränken lässt und dass wir dem Verein geschlossen zeigen, dass ein solches rückgratloses Verhalten gegenüber den eigenen Anhängern nicht toleriert wird!

„Ein Großaufgebot der Polizei sowie der Verzicht auf Provokationen sollen dabei helfen, die als Hochrisikospiel eingestufte Partie reibungslos über die Bühne zu bringen.“ So schreibt Reviersport über das anstehende Spiel gegen Saloniki.

Und das heißt: Schuld an den Ausschreitungen sollen wieder einmal die Fans sein. Doch das bleibt – es gibt keinen Wahrheitsbeweis durch ständiges Wiederholen – in der Sache falsch. Wie selbst die Polizei zugeben musste, ist das Zeigen einer mazedonischen Ex-Flagge keine Straftat. Dennoch räumt sie nicht ein, die 87 Verletzten und die Eskalation vor drei Jahren selbst verursacht zu haben. Sondern schiebt sie mit solchen Formulierungen die Schuld den Opfern in die Schuhe. Wäre dem damaligen Einsatzleiter die deutsche Rechtslage bewusst gewesen, wäre nichts passiert.

Und es ist auch dem unverhältnismäßigen Vorgehen der Polizei vor drei Jahren zuzuschreiben, dass ein Fußballspiel nun aufgeladen und überlagert ist mit einem seit Jahren schwelenden Streit zwischen Griechenland und einem Staat, der nicht Mazedonien heißen darf, weil Griechenland das nicht will. Damals hing eine Fahne eine ganze Halbzeit, ohne dass Medien oder Gästefans sie zur Kenntnis genommen hätten. Vermutlich wäre das auch genau so geblieben. Gerade aber durch den Polizeieinsatz wurde ein Fußballspiel überhaupt erst zu einem Forum, bei dem eine Fahne, ein Banner oder anderes eine Aufmerksamkeit „genießt“, die anders wohl nie zustande gekommen wäre.

Nein, schuld sind hier nicht die Fans.

Lage und Klima:

Thessaloniki oder kurz Saloniki ist mit ca. 360.000 Einwohner die zweitgrößte Stadt Griechenlands und bildet das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Region Makedonien. Die Stadt liegt im Nordwesten des Landes unmittelbar am thermaischen Meer, wodurch mediteranes Klima herrscht. Im Februar liegen die Temperaturen durchschnittlich zwischen 2 und 12 Grad bei täglichen ca. 4 Sonnenstunden sowie 6 Regentagen.

Anreise und Verkehr:

Der Flughafen Thessaloniki wird sowohl als Passagier- als auch als Militärflughafen genutzt. Es bestehen regelmäßige Verbindungen nach Deutschland (u.a. Aegean Airline und Germanwings) und weiteren europäischen und nicht-europäischen Städten. Eine direkte Anbindung an das Schienensystem besteht jedoch nicht. Der ca. 15 km entfernte Hauptbahnhof von Thessaloniki kann aber mit den Buslinien 78 und 78N, sowie natürlich mit Taxi erreicht werden. Innerhalb der Stadt besteht ein gut ausgebautes Netz aus Busverbindungen der OASTH. Eine Metro befindet sich erst in Bau und soll 2018 eröffnet werden.

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Glückauf Schalker,

nachdem unsere Mannschaft die Gruppenphase der Europa League als Gruppensieger hinter sich gebracht hatte, bescherte uns die Losfee für die kommende Runde ein Wiedersehen mit dem griechischen Vertreter PAOK Saloniki.

Genau 1.275 Tage nach dem verheerenden Polizeieinsatz in der Nordkurve mit zahlreichen verletzten Schalkern, kommt es erneut zu diesem brisanten Duell. Das Aufeinandertreffen wird sicherlich für keinen von uns ein Spiel wie jedes andere, zu prägend waren die Vorfälle aus dem August 2013.

Auch 3,5 Jahre später wirft die anstehende Partie schon im Vorfeld ihre Schatten voraus. Am 06. Februar 2017 gab es ein durch unsere Fanabteilung einberufenes Treffen, zu welchem Vertreter der bekannten Fanorganisationen (Supporters Club, Fan-Ini, SFCV, Schalker Fanprojekt und Ultras GE) geladen waren. Hier wurden unter Anwesenheit unserer Sicherheitsbeauftragten und dem Pressesprecher unseres Vereins, die wichtigsten Informationen zum anstehenden Auswärtsspiel in Saloniki mitgeteilt. Neben organisatorischen Punkten, wie dem vorgegebenen Treffpunkt und dem Transport zum Stadion, wurde aber auch eine Vorgabe der Verantwortlichen aus Saloniki übermittelt: Fans mit mazedonischer Staatsangehörigkeit sollen keinen Zugang zum Stadion erhalten, um unseren FC Schalke 04 wie bei etlichen anderen internationalen Auswärtsspielen zu unterstützen. Des Weiteren sind jegliche Fanutensilien mit Bezug zum Verein Vadar Skopje oder zu Mazedonien strikt verboten. Durch mehrfache Ausweis- und Kartenkontrollen soll dieses Verbot durchgesetzt werden. Auf unsere klare Nachfrage, was mit den Personen geschehen werde, die bei den Kontrollen mit mazedonischem Pass aufgegriffen werden, konnten zu diesem Zeitpunkt keine eindeutigen Angaben gemacht werden. Wir erhielten lediglich die Info, dass Vereinsvertreter sich in diesem Punkt in klärenden Gesprächen befinden würden. Unabhängig von der betroffenen Nationalität und unserem persönlichen Bezug zu den Anhängern von Vadar Skopje, sind wir schockiert über diese Vorgaben und die Vorgehensweise der Offiziellen von PAOK Saloniki.

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“Wir alle, auch die Polizei Gelsenkirchen, wollen die Bilder von 2013 nicht wieder sehen.” So sprach Polizeipräsidentin Anne Heselhaus-Schröer über das vergangene und zukünftige Saloniki-Spiel. Doch Fehler räumt die Polizei bis heute nicht ein.

“Fest steht, dass die umstrittene Fahne keinen Straftatbestand erfüllt. Dies müssen alle zur Kenntnis nehmen und berücksichtigen.” So twitterte die Polizei Gelsenkirchen von der Pressekonferenz. Das lässt hoffen, man habe dazugelernt.

Doch eine Entschuldigung für die 87 Verletzten, von der ist nichts zu lesen oder zu hören. Ganz im Gegenteil: “Der gemeinsame Appell von Verein und Polizei an alle Fans lautet daher, sich friedlich zu verhalten, die eigene Mannschaft lautstark und emotional zu unterstützen, sich dabei nicht provozieren zu lassen und auch selbst nicht zu provozieren sowie sich von Gewalt und Gewalttätern zu distanzieren.” Also sind doch die Fans schuld, die – siehe oben – doch eigentlich gar nichts falsch gemacht haben.

Und noch eines oben drauf: “Eins muss klar sein, wir werden keine rechtsfreien Räume dulden …” – welche denn? Es gab doch keine strafbare Handlung? “… und gegen Strafttäter konsequent einschreiten.” Nur dann nicht, wenn die Straftäter aus den eigenen Reihen stammen. Alle Verfahren gegen Polizisten wurden kurzerhand und rasch eingestellt.

Wir haben auch einen Appell – an die Polizei: Geben Sie endlich zu, dass es – im Rückblick – eine falsche Entscheidung gewesen ist, wegen eines Stücks nicht rechtswidrigen roten Stoffs einen Block zu stürmen und mit “Multifunktionsstöcken” und Pfefferspray unterschiedslos auf Kinder und Jugendliche loszugehen. Ach ja, wie sagen Sie selbst? “Gewalt gegen Frauen, Kinder und Familien ist nicht tolerierbar.” Zugegeben, in einem anderen Zusammenhang, aber in der gleichen Pressekonferenz.

Entschuldigen Sie sich drei Jahre nach einem menschlichem Fehler mit tragischen Folgen bei den Opfern dieses Einsatzes, denn auch wir sind Ihrer Meinung: “Gewalt hat im Stadion nichts zu suchen.” Auch nicht durch die Polizei.