Das neue Ticketsystem auf Schalke erntet Kritik: Es sei unübersichtlich, Fehler häuften sich und auch der neue Bezahldienstleister “Crefopay” ist nicht unumstritten.

Der Ticketvorverkauf ist in Schalker Kreisen schon längst als “session error day” bekannt. Noch normal und in den letzten Jahren hat Schalke das durchaus in den Griff bekommen: Die Warteschleife funktioniert leidlich, auch wenn die, die länger brauchen, um an ihre Tickets zu kommen, das anders sehen wollen. Doch durch das neue System haben sich schon hier neue Fehler ergeben: Manche Spiele standen nicht zur Verfügung, erst nach mehrmaligem neu Anklicken konnten Mitglieder die Karten auch erwerben, für die sie freigeschaltet sind. Zu diesen Probleme hat sich der Verein auf Anfrage des SCHALKE UNSER nicht geäußert.

Hatte man diese Hürden gemeistert, berichten viele Fans von weiteren beim Versuch zu bezahlen: Auf einmal war die Bezahlung per Bankeinzug nicht mehr möglich. Auch das Wechseln auf eine andere Bezahlart war ausgeschlossen; es half nur noch der Griff zum Telefonhörer, um sich in die Warteschlange zu hängen und die Karten dann doch telefonisch zu bestellen. Dabei konnten die Hotlinemitarbeiter nicht in das System eingreifen und die angefangenen Bestellungen und Probleme zu beheben; sie konnten nur einen neuen Vorgang aufmachen.

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Hier findet ihr ein paar Fotos von unserem Auswärtsspiel in Freiburg gegen den FC 08 Villingen.

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… der Ball rollt wieder. In diesem Sommerloch haben die Medien erstaunlich wenige seitenfüllende Nachrichten über unseren Verein gefunden. Das kann man doch schon mal als Erfolg werten. Keine wochenlangen Berichte über Transfers, die den Preis in die Höhe treiben, keine pikanten Details über Interna, die ganz Deutschland belustigen. Einzig einige Interviews mit dem neuen Trainer, dem neuen Manager und Berichte aus dem Trainingslager.

Nach Joel hat uns nun leider auch Sane verlassen und vor ihnen bereits einige andere unserer „Kronjuwelen“. Dass diese Jungs so heiß begehrt sind, ist ja zunächst einmal eine Auszeichung für unseren Verein, andererseits ist es schade, dass Schalke nicht in der Lage ist, diese Jungs an uns zu binden.

Heidel und Weinzierl sind Fans von jungen Talenten und haben neue Vorstellungen und Ideen, nicht nur was das Spielsystem angeht. Hoffentlich können sie der jungen Mannschaft neuen Spielwitz und eine Perspektive verleihen. Das haben wir auf Schalke nun wahrlich schon oft genug gehört, aber ich gebe die Hoffnung auch nicht auf, dass jemand das Potential wecken kann.

Ich persönlich freue mich wie immer auf die neue Saison. Die Liga treibt uns quer durch Deutschland und international lässt uns die Losfee hoffentlich das ein oder andere interessante Reiseziel zu kommen. Ich wünsche allen eine schöne Saison und tolle Spiele!

… schreibt Leroy Sané heute an die Schalke-Fans auf seiner Facebook Seite und spricht damit allen seinen Dank aus. Für ihn selbst vergingen die letzten Monate „wie im Traum“, nach eigener Aussage sieht er eine große Chance im Wechsel und konnte letztendlich durch Gespräche mit Pep Guardiola vollends davon überzeugt werden.

Solch einen teuren Transfer (Gerüchten zufolge soll die Summe inklusive Bonuszahlungen 55 Millionen Euro betragen) hat es in der Geschichte der Bundesliga noch nicht oft gegeben. Eine horrende Summe, die zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht nicht hätte erzielt werden können. Hat der Verein hier also – wirtschaftlich gesehen – genau richtig gehandelt oder klafft nun – sportlich betrachtet – eine große Lücke in der Offensive? Viele Schalker werden jetzt sicher an die fußballerisch hohe Qualität Sanés denken.

Mit Sané geht nun also wieder ein Eigengewächs der Knappenschmiede, die zurecht hoch gelobt wird und europaweites Ansehen genießt. Der Spagat zwischen der Ausbildung eigener junger Spieler, die es dann in den Profikader schaffen und nicht teuer von anderen Clubs eingekauft werden müssen, und der Wirtschaftlichkeit und einem Verkauf dieser Spieler ist im Fall Sané sicher noch offensichtlicher als es bei Julian Draxler der Fall gewesen ist. Leroy hat sich in den vergangenen Jahren von der A-Junioren Liga bis in den Profikader gekämpft und dort gezeigt, dass er trotz seines jungen Alters und verhältnismäßig wenig Erfahrung eine wichtige Rolle in der Schalker Mannschaft spielen kann – so zum Beispiel beim Auswärtsspiel in Stuttgart, bei dem er das spielentscheidende Tor schoss.

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Detlef Ernsting, ehemaliges Mitglied im Schalker Aufsichtsrat hat einen Brief an den Leiter des Fanclub-Bezirks 3 geschrieben. Seine Bitte der Weiterleitung an die Fanclubs ist der Bezirksleiter nicht nachgekommen. Es gab auch keinerlei Reaktion.

Detlef hat uns das Schreiben nun als „offenen Brief“ weitergeleitet, den wir Euch nicht vorenthalten möchten. Das in dem Text angesprochene Schreiben könnt ihr hier nachlesen.

Lieber Dieter,

zunächst geschockt und sprachlos, mit einigen Tagen Abstand zunehmend wütend über euer Auftreten und Aussagen in der Bezirksversammlung am vergangenen Donnerstag ist es mir ein großes Anliegen, euch die Sicht eines (ehemaligen) Insiders zu der aktuellen Gemengelage nicht vorzuenthalten.

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Die dritte Variante, zu der Clemens und seine Mitstreiter von der “Bild”-Zeitung gerne greifen, ist das Argument, dass alle, die gegen ihn sind, auch gegen den Verein seien. Und überhaupt den Betrieb nur stören.

  • So beschwert er sich beispielsweise, dass Abstimmungen im Aufsichtsrat nicht mehr einstimmig verlaufen. Dazu sei zum ersten gesagt: Wenigstens stimmt der Aufsichtsrat ab. Es fallen nicht mehr alle Entscheidungen nur im so genannten “Eilausschuss”, der auch die nicht eiligen Entscheidungen durchgewunken hat. Kein Wunder – schließlich sitzen darin nur Clemens und sein Intimus Lange. Dass jetzt alle mit abstimmen dürfen, ist übrigens von der Satzung so gedacht gewesen.
  • Dazu der Fakt, dass es jetzt auch Gegenstimmen gibt – gut so, ist man geneigt zu sagen. Schließlich ist der Schalker Aufsichtsrat nicht der Parteitag der KPdSU, sondern ein Gremium, das demokratisch wirken muss (alles andere ist in Deutschland nicht möglich, wenn man unter Vereinsrecht steht). Und wir alle wissen: Wenn mehr Leute mitentscheiden, können auch mehr Leute mitdenken. Eine Entscheidung kann so nur besser werden, als wenn man alles mit sich selbst ausmacht. Vielleicht haben die “Abweichler” ja gute Gründe für ihre Entscheidung – beispielsweise die finanziellen Belastungen, die durch das “Trainer-Hopping” von Clemens entstehen?
  • Die Ultras wollen den Verein übernehmen“, es drohen “Hamburger Verhältnisse“. Nun, das ist schon insofern falsch, dass in Hamburg die Ultras die Ausgliederung der Profimannschaft nicht haben verhindern können. Um genau zu sein: Wer von “Hamburger Verhältnissen” spricht, dem sei gesagt: In Hamburg ist die Profimannschaft ausgegliedert, ein Sponsor bestimmt über das Geschehen, nicht die Mitglieder, und der Abstieg wurde auch nur knapp verhindert. An diesen Verhältnissen sind nur dort eben nicht die Ultras schuld, sondern die Vereinsführung. Und nebenbei: Die Ultras sind Vereinsmitglieder. Und damit nicht besser oder schlechter als andere Vereinsmitglieder. Wenn die eine Mehrheit zusammen bekommen sollten, dann ist auch das einfach Demokratie. Davon ab: Die wenigstens, die Clemens’ Gebaren unerträglich finden, sind Ultras. Und Ultras sind in der Regel mehr am Wohl des Vereins interessiert als daran, sich den eigenen Posten zu sichern. Eigentlich gar nicht mal so übel.

(Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2 der Serie)